Suchmaschinen und Umweltschutz
Wussten Sie, das eine Suchanfrage bei Google genauso viel Strom verbraucht, wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde zu leuchten?Wer die Umwelt schützen will, der kann das heutzutage vom heimischen PC aus machen. Statt mit Google und Co. im Netz zu stöbern, muss der umweltbewusste Internetnutzer lediglich zu einer ökologischen Suchmaschine wechseln und schon wird aus jedem Klick ein bisschen Klimaschutz.
Alternativen sind:
www.znout.org
www.forestle.org
www.afroo.de
www.ecocho.org
www.ecosia.org
Die Suchmaschine Ecosia wurde zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember gestartet. Ecosia ist das dritte Projekt des Unternehmers Christian Kroll, der in den letzten zwei Jahren die drei ersten "grünen" Suchmaschinen in Deutschland aus der Taufe gehoben hat.
Mit 300.000 Suchanfragen täglich erreicht Ecosia etwa 0,1 Prozent Marktanteil unter den Suchmaschinen in Deutschland, operiert also in der Nische. Die Suchergebnisse basieren auf der Technologie der Anbieter Yahoo und Bing.
Langfristig will Ecosia ein Prozent Marktanteil weltweit erreichen. Dann würden nach pro Jahr Regenwald in einer Fläche von der Größe der Schweiz, 41.285 Quadratkilometer, geschützt werden.
Am 5. August 2008 startete Forestle, ein Vorläufer von Ecosia.
Die Suchmaschine Forestle kommt auf ca. 250.000 Anfragen pro Tag. Die aus den Anzeigen generierten Werbeeinnahmen werden zu 90 Prozent an ein Adopt-the-Acre-Programm der Nichtregierungsorganisation The Nature Conservancy Fund gespendet.
Damit werden pro Suche bei Forestle durchschnittlich 0,1 Quadratmeter Regenwald gerettet. Das Programm der Nature Conservancy ist eine Aufforstungsprojekt und mit höheren Kosten pro Quadratmeter verbunden, als der Schutz von Regenwaldbeständen in Brasilien durch den WWF. Daher sind es bei der Suchmaschine Ecosia pro Suche zwei Quadratmeter, die unter Schutz gestellt werden, und bei Forestle 0,1 Quadratmeter, die wieder aufgeforstet werden.
Die Suchmaschine Forestle erklärt sich zudem als CO2-neutrale Seite. Allerdings wird kein Ökostrom für die Server bezogen, sondern das Unternehmen CO2stats stellt Forestle über den Kauf von Zertifikaten CO2 neutral. Die Server von Ecosia beziehen hingegen Ökostrom, aus Wasserkraft.
Viele andere "grüne" Alternativen zu Google, wie etwa Treehoo und Ecocho, stellen ihre Suchanfragen CO2 neutral, spenden laut eigenen Angaben jedoch keine weiteren Einnahmen. Eine andere Variante, der schwarze Hintergrund der Suchmaschine Blackle, die auf Google Ergebnisse zurückgreift, wirbt damit, Energie einzusparen. Allerdings sind sich Experten einig, dass nur bei alten Röhrenbildschirmen mit einem schwarzen Hintergrund Energie eingespart werden kann. Bei neuen Geräten sei die Einsparung nicht messbar.
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